Erfahrungen mit der 5. Session

S5Nützlich und hilfreich war , mich zu erinnern , daß ich “negative ” Gefühle nicht automatisch , ausschließlich negativ betrachten will .Das relativiert deren Größe und Macht .dadurch fällt es mir leichter mich selbst nicht so streng zu bewerten .
S5Ich habe die Erfahrung machen können, dass es mir in Momenten der Überlastung schwer fällt, mir etwas Positives vorzustellen. Ich habe zu viel gearbeitet, hatte Zahn-und Kopfschmerzen war kraftlos und fühlte mich gehetzt. In dem Moment wollte ich einfach nur meine Ruhe und am besten nicht da sein und schlafen, schlafen ,schlafen. Die Vorstellung an etwas positives war eine weitere Belastung 🙂
Das lehrte mich, die Kraft der kleinen Schritte anzunehmen! Manchmal geht es einfach nicht schneller 😉
S5Seit ich an diesem Experiment teilnehme, verändert sich meine Wahrnehmung – die von mir selbst, ein bisschen auch die von anderen. Es ist, als hätte ich in den letzten Jahren einen Kreis um mich herum gezogen. Seit ich mir die Frage “Wie mochte ich mich?” zum ersten Mal gestellt habe, wische ich mit den Finger an der Linie des Kreises; ich verwische diese Begrenzung.
Das bemerke ich ; das nimmt einen grossen Teil meines emotionalen Denkens ein. Ich bin aufmerksamer, ich bin entspannter, ich bin zugewandter, ich bin pragmatischer, ich bin freudiger als vorher.
Die Fragen “Was denke ich? Wie benenne ich das? Warum benutze ich diese Worte? Warum empfinde ich die Situation so? Wer oder was hat mir beigebracht, diese Situation bzw. meine Gefühle so zu benennen? Stimmt das eigentlich, was ich da gerade denke/empfinde? Was ist der positive Aspekt der Situation? Wenn ich etwas ganz ganz negativ finde – welche Kraft liegt dieser negativen Empfindung eigentlich zugrunde?” stelle ich mir sehr häufig. So lange ich mich erinnern kann. Deswegen bin ich ja auch so anstrengend. (Deswegen ist mein Denken ja so kreativ. Deswegen kann ich in schwierigen Situationen überraschend authentisch sein. Deswegen bin ich oft – nicht immer – für andere bereichernd. /Oh Mannomann. Darf ich mich selber eigentlich so,positiv sehen???? / )
Gerade an den sprachlichen Feinheiten, an den oft erstmal spielerischen und dann erstaunlichen wahrhaftigen Umwandlungen hab ich meine Freude. Schon immer.
Und dann diese Liste mit den Umbenennungen – das soll ich jetzt nur eine Woche lang machen??? Das ist mindestens ein Jahresprojekt für mich – auf das ich mich richtig freue! Ich habe heute den ganzen Tag über diese Session nachgedacht.
S5Die Liste mit den Eigenschaften als Formulierungshilfe nutze ich gerne zu können.
Das Hineinspüren, ob es sich richtig gut anfühlt ist ungewohnt, aber wenn es gelingt super gut!
S5Ich habe viele Situationen des Alltags analysiert – und mich selbst befragt, wie ich mich fühle, wie ich mich darin nenne z.B. im Umgang mit meinem Mann, der zur Zeit an Depressionen leidet. Es ist innerlich fordernd, aber leicht umzusetzen.
Interessant fand ich, dass mir im Tun sofort andere Menschen einfallen, die ähnliche Handlungen tatsächlcih bereits positiv benennen. Eine Freundin, die sich selbst als tatkräftig bezeichnet – was in meinem Wortgebrauch bisher auch mal als aktionistisch benannt wurde. Interessant.

5S
Bei einer Situation zu bleiben. Ich komme schnell vom Hundertste ins Tausendste, wenn ich Alltagssituationen auf Gedanken und Empfindungen hin analysiere.